Ein musikalisch-literarisches Cabaret

Unser Programm

… denn die Kunst ist eine Tochter der Freiheit … –  Friedrich Schiller

 

„Ich sehne mich so sehr nach Dir“
schreibt Friedrich II nicht etwa an eine Geliebte, sondern an seine Schwester Wilhelmine, die Markgräfin von Bayreuth, kurz nach seiner Verheiratung. Mit ihr verband ihn von Kindheit an eine große Liebe und Vertrauen. Dennoch verlief ihre Beziehung nicht ohne Schwierigkeiten: Missverständnisse, Intrigen und der starre Eigensinn des Königs trübten zeitweise das Verhältnis. Wilhelmine, der es unter großen Mühen gelang, dem „Provinznest“ Bayreuth Glanz zu verleihen – das wunderschöne markgräfliche Opernhaus besteht noch heute! -, lässt ihren Bruder stets an ihrem Leben teilhaben, auch wenn dieser selbst schweigt. Das politische Geschehen, die Sorgen und Gedanken des Königs kommen in den Briefen ebenso eindringlich zum Ausdruck wie das Ausmaß der Liebe der Geschwister zueinander. Die szenische Lesung wird umrahmt von dem „Ensemble Serenata“ mit Musik jener Zeit, u. a. von Friedrich II und Wilhelmine selbst!

 

 

Mit: Rosemarie Heinze und Wolfgang Bradler
Flöte: Stefan Klemm
Cembalo: Sabine Erdmann

„Morgen werde ich selbst Venus eifersüchtig machen“
schrieb die Kronprinzessin Luise bei einer ersten Trennung von ihrem Gemahl, dem späteren König Friedrich-Wilhelm III von Preußen. Luise, die „Märchenfigur aus dem wahren Leben“, hat mit ihrem Liebreiz nicht nur Friedrich-Wilhelm, sondern auch alle ihre künftigen Untertanen im Sturm erobert. Der Briefwechsel dieses in großer Liebe verbundenen Paares zeigt den häufig völlig verkannten preußischen König in einem anderen Licht: ein gefühlvoller Mann mit scharfer politischer Beobachtungsgabe, wachem Verstand und mit Humor begabt. Und die anmutige Luise, die nicht nur durch ihre Begegnung mit Napoleon Unsterblichkeit errang: ein Glücksfall für ihren Gemahl und für ihr Volk in einer unruhigen Zeit.


 

 

 

 

Szenische Lesung
Mit: Rosemarie Heinze und Wolfgang Bradler
Piano: Dorothea Schwabe

„In meinen Träumen läutet es Sturm“
Mascha Kaléko, 1907 in Galizien geboren, gilt als eine der bedeutendsten Lyrikerinnen des letzten Jahrhunderts. Bereits in der 20er Jahren bildete sie im Romanischen Café einen Mittelpunkt der Berliner Avantgarde. Schon mit ihrem ersten Lyrikband „Das lyrische Stenogrammheft“ erzielte sie einen großen Erfolg; ihr Aufstieg wurde von den Nazis, die später ihre Bücher verbrannten, gebremst. 1938 emigrierte sie nach Amerika; auch ihre dort verfassten Gedichte spiegeln das Besondere ihrer Dichtungen: die einmalige Mischung aus Lyrik, Spott, Ironie und Heimweh, die u.a. Thomas Mann zu ihren Bewunderern werden ließ. Einige wenige Gedichte hat sie zur Vertonung freigegeben: an Jochen Breuer und Edmund Nick.  Sie geben diesem Abend einen ganz besonderen Zauber.

 

 

 

Mit: Rosemarie Heinze
Susanne Paasch
Piano: Christian Zacker

„Von Staubsaugerballaden und anderem ….“
Fragen, die Sie sich schon immer gestellt haben:
– Seit wann erzählen Staubsauger Balladen?
– Wie isst man mit einer einzinkigen Gabel?
– Weshalb fällt in Buenos Aires ein Mann im Theater vom Stuhl?
– Und was passiert, wenn im Toggenburger Theater Hamlets Geist auftaucht?
Antworten auf diese und andere Fragen erhalten Sie in unserer Erich-Kästner-Revue, die den vielseitigen Dichter und Schriftsteller in zahlreichen Facetten vorstellt: den Kinderbuchautor, den politischen Kästner,den Theaterkritiker, den Reiseschriftsteller …!
Viel Humorvolles, aber bei Kästner ist ja nichts ohne „tieferen Sinn“!

Mit: Rosemarie Heinze
Piano und mehr: Christian Zacker

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„Die Zeit fährt Auto“

Die Begegnung von Erich Kästner und Kurt Tucholsky in einer musikalischen satirisch – politischen Revue
Es treffen sich zwei außerordentliche Zeitgenossen, die in ihrer politischen Weitsicht und Kritik völlig einig waren, die mit spitzer Feder die Menschen damals wie heute auf die Unzulänglichkeiten des Lebens aufmerksam machten:

Kurt Tucholsky, der „Erotomane“, Liebhaber der Frauen; er schrieb mit scheinbar leichter Hand Revuen für das Kabarett und den Frauen die Chanson-Texte buchstäblich auf den Leib. Dem gegenüber stehen seine bissigen politischen Aussagen – eine explosive Mischung!

Erich Kästner, der Doktor der Philosophie, „bekennender Muttersohn“, der seine Liebschaften geheim hielt und in seinen Gedichten vor allem die Problematik von Beziehungen aufgriff. Seine politischen Texte sind auch heute noch von atemberaubender Aktualität.

Die Gemeinsamkeiten und die Gegensätze stellen wir in Lyrik und Prosa – vertont u. a. von Hanns Eisler, Edmund Nick, Jochen Breuer,Olaf Bienert und Kurt Weill in einer rasanten kleinen Revue vor.

 

Mit: Rosemarie Heinze
Susanne Paasch
Dorothea Schwabe
Wolfgang Bradler

„Nehm’n Se ’n Alten“
Ist dieser Ratschlag von Otto Reutter noch aktuell? Aber mehr denn je, denn „Wenn ein Mädel einen Herrn hat“, der zu ihr sagt: „Schenk‘ mir doch ein kleines bisschen Liebe“ ist Vorsicht angesagt! „Ich lass‘ mich nicht verführen“ scheint da die richtige Antwort, denn: „Schlösser, die im Monde liegen“ sind nicht zum Wohnen geeignet!

Was bei den Themen Liebe und Geld so alles beachtet werden sollte, erfahren Sie bei unserem heiteren Abend mit den drei Berliner Komponisten Paul Lincke, Walter Kollo und Otto Reutter!

 

Mit: Rosemarie Heinze
Wolfgang Bradler
Piano: Christian Zacker

„Fährt der nächste Schwan auch zum Maxim“? Opera goes Chanson
Die Oper hat das Publikum schon immer gespalten: den einen ist sie Offenbarung und eine Art Heiligtum, den anderen ein Objekt heftigster Ablehnung. Das macht sie zu einem begehrten Artikel für “Scherz, Satire und Ironie“. Nicht nur Leo Slezak (einer der größten Opernsänger des 20. Jahrhunderts und natürlich  glühender Opern-Liebhaber), Loriot und Georg Kreisler haben sogenannte „Ohrwürmer“ der Opernliteratur mit neuen Texten versehen, auch das Cabaret selbst macht sich auf seine Art über die Oper lustig. Wenn da eine Operndiva auf eine Chansonette trifft, bleibt das Lachen ganz sicher nicht im Halse stecken….

 


 

Mit: Rosemarie Heinze, die Chansonette
Gabriele Scheidecker, die Opernsängerin
Christian Zacker, der nicht nur das Piano verwaltet, sondern auch das Chaos verhüten muss!

 

 

 

 

 

 

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